Die deutsche Eiche

Anfang dieser Woche, genau am 17.03.2026, tagte in Langenschade der Bau-Ausschuss des Gemeinderates Unterwellenborn. Dort wurde folgender Beschluss gefasst:

„Der Bau-, Vergabe und Liegenschaftsausschuss stimmt … für das Befliegen der vom Eichenprozessionsspinner befallenen Bäume zur chemischen Schädlingsbekämpfung.“

In der Problembeschreibung bzw. in der Begründung zu dem genannten Beschluss heißt es:

Zitat:

„Der Eichenprozessionsspinner gehört zur Familie der Zahnspinner (Notodontidae) und ist vor allem in Eichenwäldern verbreitet. Die Raupen leben in geselligen Verbänden und bewegen sich prozessionsartig, was zu ihrem Namen geführt hat. Sie ernähren sich hauptsächlich von Eichenblättern und können bei Massenauftreten zu erheblichem Blattverlust führen.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen feine Brennhaare, die bei Kontakt allergische Reaktionen hervorrufen können. Diese Brennhaare enthalten ein Nesselgift (Thaumetopoein), dass bei Menschen und Tieren zu Hautreizungen, Atembeschwerden und anderen gesundheitlichen Problemen führen kann. Besonders gefährdet sind Haustiere, die die Raupen fressen oder beschnüffeln.

Der Einsatz eines Schädlingsbekämpfungsmittels ist nur innerhalb von zwei Wochen im Jahr (Ende März bis April), wenn die Larven schlüpfen, möglich. Nur in diesem bestimmten Larvenstadium kann er mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel Bacoswaldillus thuringiensis behandelt werden.

Den genauen Termin erteilt das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und ländlicher Raum (TLLLR), welches die Maßnahme vollumfänglich überwacht.“

Näheres zu dieser Raupe kann man bei Wikipedia nachlesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eichen-Prozessionsspinner

Wer am Waldrand zwischen Lausnitz und Oberwellenborn im letzten Jahr spazieren gegangen ist, oder mit dem Fahrrad unterwegs war, der hat sicherlich die entsprechenden Absperrungen und Hinweistafeln bemerkt. An diesem etwa 3 km langem Weg stehen sehr viele Eichen und einige von ihnen sind über 100 Jahre alt. Manche sind bestimmt noch einige Jahrzehnte älter.

Das Versprühen des Schädlingsbekämpfungsmittels erfolgt mit einer Drohne. Nach vorliegenden Informationen wurde diese Methode im letzten Jahr im Feenweltchen bei den Feengrotten in Saalfeld schon mit Erfolg praktiziert.

Jetzt geht es dem Eichenprozessionsspinner also an den Kragen.

Schreibe einen Kommentar

Die deutsche Eiche